Fehlsichtigkeiten und Sehvermögen

• Bestimmung der Fehlsichtigkeit – Skiaskopie in Mydriasis
Eine objektive Untersuchung durch den Augenarzt – d.h. es sind keine Angaben vom Kind erforderlich. Das Kind bekommt zuvor Augentropfen zur Erweiterung der Pupille und Ausschaltung der Akkommodation (Fähigkeit der Augenlinse auf nahe Objekte zu sehen und damit eventuelle Übersichtigkeiten zu verfälschen). Mit dieser Methode können folgende Fehlsichtigkeiten erkannt werden:

– Weitsichtigkeit
Beschwerden: eventuell Kopfschmerz, Müdigkeit bei längerem Nahsehen, unscharfes Sehen in der Nähe
Therapie: Brille oder abhängig vom Alter Kontaktlinsen

– Kurzsichtigkeit
Beschwerden: unscharfes Sehen in der Ferne, z.B. Probleme beim Lesen an der Schultafel
Therapie: Brille oder abhängig vom Alter Kontaktlinsen

– Hornhautverkrümmung
Beschwerden: Unschärfe, Verzerrungen
Therapie: Brille oder abhängig vom Alter Kontaktlinsen

– Anisometropie (unterschiedliche Fehlsichtigkeit beider Augen)
Beschwerden: häufig keine, da ein Auge häufig besser sieht als das andere Auge
Therapie: optimale Brille oder Kontaktlinsen, manchmal ist das vorübergehende Abdecken eines Auges notwendig

• Bestimmung des Sehvermögens
Dies ist auch schon bei kleinen Kindern durch die Verwendung unserer speziellen Bildertests möglich. Die Sehentwicklung ist bis zum 6. Lebensjahr sehr anfällig für Störungen, wie z.B. Anisometropie oder Schielen. Ohne rechtzeitige Behandlung kann dies zukünftig zu einer Schwachsichtigkeit (vermindertes Sehvermögen trotz optimaler Brillenkorrektur) führen.
Therapie: gute Erfolge werden nur bis zum Abschluß der Sehentwicklung erzielt. Deshalb ist eine frühe, optimale Brillenkorrektur und eventuell ein zusätzliches Sehtraining des schwachsichtigen Auges bis zum Schuleintritt notwendig!